Der längste Tag des Jahres steht bevor. In gut einer Woche, am 21. Juni um 4:42 Uhr morgens, steht die Sonne auf der Nordhalbkugel an ihrem höchsten Punkt des Jahres. Danach sinkt sie ganz sanft, nach und nach, wieder hinab – und die Tage werden allmählich kürzer. Anlässlich der Sommersonnenwende feierten unsere Vorfahrinnen und Vorfahren bunte Feste. Sie sangen und tanzten um große Feuer, um die Kraft der Sonne zu feiern und ihr zu danken. Die Sonne steht für das Leben, die Lebendigkeit in all ihrer Vielfalt. Zu dieser Vielfalt des Lebens gehören alle Pflanzen, Tiere und Menschen – genauso wie sie sind.
Dass auch Menschen mit Demenz dazugehören und welche Schritte wir als Gesellschaft noch gehen müssen, damit sie das ganz selbstverständlich überall tun – darum geht es für uns immer. Und in diesem Jahr ganz besonders, deswegen läuft es unter dem Motto „Selbstverständl-ICH“. Nachdem wir uns im Frühjahr mit dem Thema Diagnostik beschäftigt haben und damit, was der Beginn einer demenziellen Erkrankung für alle Beteiligten bedeutet, lenken wir heute im Fokus unseren Blick auf die Betroffenen.
Wie geht es eigentlich Menschen mit einer demenziellen Erkrankung? Was fühlen Betroffene und vor allem, was brauchen sie? Was wünschen sie sich, was sollte selbstverständlich sein? Wir haben das große Glück, mit Pamela Lammers eine Betroffene gefunden zu haben, die uns ganz offen an ihrem Erleben teilhaben lässt. Vor einigen Monaten erhielt sie die Diagnose Alzheimer-Demenz. Und sie hat darüber geschrieben. Ihren Text „Lost in Space“, den Sie ab Juli auch in unseren neuen Mitteilungen (Nummer 65) finden werden, teilen wir schon hier und heute mit Ihnen. In ihren Worten kann das Herz begreifen, was der Verstand nicht einordnen mag. Lassen Sie sich berühren und folgen Sie Pamela Lammers Worten. Sie zeugen vom Mut, sich zu zeigen und schaffen Verbindung, eine Brücke, auf der Betroffene und Nicht-Betroffene sich begegnen können.
Und vielleicht möchten Sie nach dieser Lektüre erst einmal ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee trinken. Eine Pause, damit sich alles setzen kann und einsortieren. Danach ist noch genug Zeit, um sich mit den Neuigkeiten aus Berlin, Deutschland und der Welt sowie den Terminen und Medientipps vertraut zu machen, die wir wie gewohnt für Sie zusammengetragen haben.
Kommen Sie gut in den Sommer, mögen Sie Gelegenheiten finden, das Leben zu feiern und sich zu freuen. Dafür sind wir hier – wir alle, genauso wie wir sind.