Unser Verein

Im Jahr der Wende fiel der Startschuss für unser soziales und politisches Engagement: Am 31. März 1989 riefen Angehörige von Menschen mit demenziellen Erkrankungen gemeinsam mit Fachleuten aus Medizin und Pflege unseren Verein Alzheimer Gesellschaft Berlin e. V. Selbsthilfe Demenz ins Leben. Seit unserer Gründung verfolgen wir das Ziel, Menschen mit Demenzerkrankungen, ihre Angehörigen und andere ihnen nahestehende Personen zu unterstützen und ihr Selbsthilfepotenzial zu stärken.

Die Grundlage unserer Vereinsarbeit ist unsere Satzung. Sie benennt die Ziele, die wir als Verein verfolgen, sowie die notwendigen Tätigkeiten, um diese zu erreichen.

Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist die psychosoziale Beratung, mit der wir Hilfe zur Selbsthilfe leisten, direkt oder indirekt Betroffene Informationen und Wissen an die Hand geben und ihre Handlungskompetenz fördern. Weitere Aufgabenbereiche unseres Vereins sind unter anderem die Aufklärung und Wissensvermittlung über Demenzen, das Bereitstellen von Informationen, das Begleiten von Selbsthilfegruppen sowie Schulungen für Angehörige und die allgemeine Öffentlichkeit.

Als Verein sind wir außerdem Ansprechpartner für Fachkräfte aus Medizin und Pflege, Politikerinnen und Politiker, ehrenamtlich Engagierte und andere Interessierte. Wir fördern regionale Netzwerke und machen uns in der Berliner Sozialpolitik für die Belange von Menschen mit Demenz und ihnen nahestehenden Menschen stark.

Vorstand Alzheimer Gesellschaft Berlin
Von links nach rechts: Gabi Leisering, Edward Müller, Beate Wollersheim, Sabine Bahn, Regina Bleis
Fotograf: Andreas Müller

Unser Vorstand

Unser Vereinsvorstand besteht aus fünf ehrenamtlichen Mitgliedern, die sich als Angehörige von Menschen mit Demenz oder als Fachleute für unseren Verein engagieren.

Vorsitzender

Edward Müller, Vereinsmitglied seit 2010, im Vorstand seit 2011

Ich (Jahrgang 1969) bin als pflegender Angehöriger zur Alzheimer Gesellschaft Berlin gekommen, als ich auf der Suche nach Hilfe und Unterstützung war. Bis 2021 habe ich meinen Lebenspartner Norbert durch seine Frontotemporale Demenz begleitet. Diese Erfahrung bringe ich gern bei meinem Engagement – im Verein und darüber hinaus – ein. Meinen Lebensunterhalt bestreite ich als Personalberater/Integrationsberater in einem Zentrum für berufliche Rehabilitation.

Stellvertretende Vorsitzende

Gabriele Leisering, Vereinsmitglied seit 2012, im Vorstand seit 2017

Bis 2017 habe ich meine an Demenz erkrankte Mutter zuerst zu Hause und dann in einer entsprechenden Wohngemeinschaft gepflegt. Dabei habe ich sehr viel Unterstützung von der Alzheimer Gesellschaft Berlin in Form von Einzelberatung und im Rahmen der Angehörigen-Gruppe erhalten. Gern engagiere ich mich nun weiter für dieses wichtige Thema – mit dem Schwerpunkt Wohngemeinschaften für an Demenz erkrankte Menschen.

Kassenwartin

Regina Bleis, Vereinsmitglied seit 2013, im Vorstand seit 2018

Zur Alzheimer Gesellschaft Berlin gelangte ich als Rat suchende Angehörige. Durch die Beratung und die Angehörigentreffen, die ich einige Jahre besuchte, erhielt ich sehr viele Informationen und mentale Hilfe für das Leben als pflegende Angehörige und im Umgang mit meiner erkrankten Partnerin. Da ich noch berufstätig war, nahm ich auch gern das Angebot der Betreuungsbörse in Anspruch. So war ich einige Jahre als Hilfe suchendes Mitglied mit dem Verein verbunden. Inzwischen verfüge ich wieder über mehr Zeit und möchte diese gern durch ehrenamtliches Engagement füllen. Ich freue mich, die wichtige Arbeit der Alzheimer Gesellschaft Berlin als Vorstandsmitglied unterstützen zu können.

Beisitzerin

Sabine Bahn, Vereinsmitglied seit 1996, im Vorstand seit 2021

Durch die Alzheimer Gesellschaft Berlin habe ich viel gelernt und möchte nun etwas zurückgeben. Als Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin habe ich mit einem Team in Berlin in den 1990-er Jahren eine gerontopsychiatrische Tagespflege aufgebaut. Über zehn Jahre habe ich diese geleitet, in der Betreuung mitgearbeitet und Angehörigen-Gesprächsgruppen organisiert und begleitet. Sehr viele Familien und Krankheitsverläufe habe ich kennengelernt. Die Fortbildung für Pflegekräfte, aber auch Informationsveranstaltungen für interessierte Laien sind mir wichtig. Das Thema „Demenz“ in die Öffentlichkeit zu bringen, Verständnis und Aufmerksamkeit für die Betroffenen und deren Angehörige zu schaffen, liegt mir am Herzen. Es wurde – im Rückblick betrachtet – viel erreicht, aber noch nicht genug! Menschen mit kognitiven Einschränkungen brauchen individuelle Angebote mitten in der Gesellschaft. Dafür möchte ich mich mit Erfahrung und Fachwissen in der Vorstandsarbeit einsetzen und im Kontakt mit Angehörigen bleiben.

Beisitzerin

Beate Wollersheim, Vereinsmitglied seit 2023, im Vorstand seit 2024

2021 ging ich nach langjähriger Arbeit als Diplom-Sozialarbeiterin im Pflegeumfeld in Rente. Schwerpunkt meine Berufsalltags war die Angehörigenarbeit, insbesondere von Menschen mit Demenz – darunter die Beratung, die Entwicklung von Entlastungsangeboten und Fortbildung von Mitarbeitenden zur Zusammenarbeit mit Angehörigen. Meine Berufstätigkeit führte immer wieder zur Zusammenarbeit mit der Alzheimer Gesellschaft Berlin. Nachdem ich mich in meinen neuen Alltag als Rentnerin eingewöhnt hatte, wollte und will ich mich engagieren. Was liegt näher, als dort anzuknüpfen, wo ich bereits Erfahrungen gesammelt habe. Deshalb freue ich mich auf die Mitarbeit im Vorstand der Alzheimer Gesellschaft Berlin.

Kassenprüferinnen

Rita Czerwitzki
Sabine Gottschalk

Mitgliedschaften