Diagnose

Jeder Mensch hat vermutlich schon einmal einen Schlüssel verlegt, in Stresssituationen einen Termin vergessen oder die Namen von Bekannten durcheinandergebracht. Solch gelegentliche Schusseligkeiten sind normal, können im Alter zunehmen und sind für sich genommen noch kein Grund zur Beunruhigung. Es gibt jedoch Symptome, die – wenn sie häufiger und über einen längeren Zeitraum auftreten – auf eine Demenz hindeuten können. Um die Symptome ärztlich abzuklären und herauszufinden, worum es sich handelt, können Sie sich an die Berliner Gedächtnissprechstunden wenden. Für den Termin brauchen Sie eine Überweisung durch Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt oder durch eine neurologische Praxis.

11 Warnsignale für Demenz

Mögliche Anzeichen für eine Demenz sind zum Beispiel:

  • Sie vergessen Dinge, die Sie eben erst besprochen haben.
  • Alltägliche Aufgaben fallen Ihnen plötzlich schwer.
  • Sie verlegen Gegenstände und finden sie an ungewöhnlichen Orten.
  • Sie können sich schlechter auf eine Aufgabe oder ein Gespräch konzentrieren – vor allem in Gruppen oder ungewohnten Situationen.
  • Sie finden sich an neuen Orten nur schwer zurecht. Auch auf bekannten Wegen kann es zu vorübergehenden Irritationen kommen.
  • Einzelne Wörter oder Namen fallen Ihnen auf Anhieb nicht mehr ein.
  • Sie verwechseln Menschen miteinander.
  • Es fällt Ihnen schwer, etwas zu planen.
  • Sie sind launisch oder gereizt.
  • Sie fühlen sich niedergeschlagen, lust- und antriebslos.
  • Sie verlieren das Interesse an Ihren Hobbys.
  • Sie ziehen sich zurück und meiden soziale Kontakte.

Die Ursachen für diese Symptome können vielfältig sein und nicht nur auf eine Demenz, sondern auch auf andere Erkrankungen hindeuten (siehe sekundäre Demenzen). Wir empfehlen in diesem Fall deshalb immer eine ärztliche Abklärung.

Die erste Ansprechperson in Sachen Diagnostik ist hausärztliche Praxis. Hausärztinnen und Hausärzte können erste Untersuchungen durchführen, um möglichen Ursachen auf den Grund zu gehen. Bei Bedarf können sie eine Überweisung an neurologische und psychiatrische Fachärztinnen und Fachärzte ausstellen oder an die sogenannten Gedächtnissprechstunden. Diese sind auf Demenz spezialisierte Fachzentren, die sich meist an Universitätskliniken befinden und dort eng mit den Fachbereichen Neurologie, Psychiatrie, Geriatrie und Psychologie zusammenarbeiten. Die Adressen der Berliner Gedächtnissprechstunden finden Sie am Ende dieser Seite.

 

 

 

Für eine Diagnose werden zunächst Symptome und Verhaltensänderungen erhoben. Der Arzt oder die Ärztin untersuchen die Betroffenen selbst, sprechen ausführlich sowohl mit ihnen als auch mit ihren Bezugspersonen und führen unterschiedliche Tests durch, um die Gehirnfunktion zu untersuchen – beispielsweise den Mini Mental Status Test (siehe Glossar). Deuten die Symptome auf eine Demenz hin, wird im nächsten Schritt nach den zugrunde liegenden Ursachen gesucht.

Bestimmte Erkrankungen wie Schilddrüsendysfunktionen, Vitaminmangel, Infektionen oder Hirntumore können demenzähnliche Symptome verursachen (siehe sekundäre Demenzen). Diagnostische Maßnahmen, die andere Erkrankungen oder Demenzen feststellen oder ausschließen können, sind zum Beispiel psychiatrische und psychologische, internistische und neurologische Untersuchungen, Bluttests und bildgebende Verfahren wie Computertomographien (CT) und Magnetresonanztomographien (MRT), Elektrokardiogramme (EKG) und Elektroenzephalografien (EEG).

Für eine differenzierte Diagnose ist außerdem eine Liquorpunktion wichtig (siehe Glossar), mit der sich unter anderem Hinweise auf Alzheimer-Demenz und Frontotemporale Demenz (FTD) finden lassen. Bei dem Eingriff wird im Bereich der Lendenwirbelsäule eine kleine Menge Nervenwasser (Liquor) entnommen, was unangenehm sein kann. Viele Kliniken führen die Punktion auf Wunsch mit einer lokalen Betäubung durch.

Bei der Lewy-Körper-Demenz zeigen bildgebende Verfahren keine charakteristischen Befunde. Die Diagnose stützt sich deshalb auf ein Ausschlussverfahren, bei dem die klinischen Symptome beobachtet werden.

Die Diagnose einer Frontotemporale Demenz (FTD) kann im Anfangsstadium schwierig und nicht immer eindeutig sein. Vor allem bei jüngeren Menschen kann es passieren, dass fälschlicherweise psychische Erkrankungen wir bipolare Störungen oder Schizophrenie diagnostiziert werden.

Berliner Gedächtnissprechstunden

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Gedächtnissprechstunde
Landhausstraße 33-35
10717 Berlin

Gesetzlich Versicherte
Telefon: 030 54 72 – 7854
E-Mail: gia(at)gpva-berlin.de

Privatversicherte
Telefon: 030 54 72 – 7887
E-Mail: gia(at)gpva-berlin.de

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Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge
Behandlungszentrum für psychische Gesundheit bei Entwicklungsstörungen (BHZ)
Gedächtnissprechstunde für Menschen mit Intelligenzminderung
Herzbergstraße 79
10365 Berlin

Telefon: 030 54 72 49 60
E-Mail: ja.wendt(at)keh-berlin.de

Mehr Informationen

Vivantes Klinikum Kaulsdorf
Gerontopsychiatrische Tagesklinik
Memory Clinic
Münsterberger Weg 96
12621 Berlin

Telefon: 030 130 17 36 01

Mehr Informationen

Charité Universitätsmedizin Berlin
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
FTLD-Sprechstunde
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Telefon: 030 450 51 70 95
E-Mail: psyamb.ccm(at)charite.de

Mehr Informationen


Charité Universitätsmedizin Berlin
Poliklinik für Neurologie
Gedächtnissprechstunde
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Tel.: 030 450 56 05 60
E-Mail: demenz(at)charite.de

Mehr Informationen


St. Hedwig-Krankenhaus
Gerontopsychiatrische Institutsambulanz
Gedächtnissprechstunde
Große Hamburger Straße 5-11
10115 Berlin

Telefon: 030 23 11 – 2500
E-Mail: gia-hedwig(at)alexianer.de

Mehr Informationen


Jüdisches Krankenhaus Berlin
Neurologie
Heinz-Galinski-Straße 1
13347 Berlin

Telefon: 030 49 94 – 2388
E-Mail: sekretariat-neurologie(at)jkb-online.de

Mehr Informationen

Charité Campus Buch
Hochschulambulanz
Gedächtnissprechstunde und Zentrum für Demenzprävention
Lindenberger Weg 80
13125 Berlin

Telefon: 030 450 54 00 77
E-Mail: gedaechtnis-cbb(at)charite.de

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Alexianer St. Joseph Berlin-Weißensee
Gedächtnistagesklinik (Memoryklinik)
Gedächtnissprechstunde
Gartenstraße 1
13088 Berlin

Telefon: 030 927 90 – 92308
E-Mail: M.Lehmann(at)alexianer.de

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Vivantes Klinikum Neukölln
Psychiatrische Institutsambulanz
Dieffenbachstraße 1
10969 Berlin

Telefon: 030 130 14 34 20
E-Mail: institutsambulanz.knk(at)vivantes.de

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Vivantes Humboldt-Klinikum
Psychiatrische Institutsambulanz
Ambulanz Gerontopsychiatrie

Standort 1
Am Nordgraben 2
13509 Berlin

Standort 2
Waldstraße 86–90
13403 Berlin

Telefon: 030 130 14 19 21,
030 130 12 24 29

E-Mail: institutsambulanz.huk(at)vivantes.de
psychiatrische-ambulanz.huk(at)vivantes.de

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Vivantes Klinikum Spandau
Klinik für Gerontopsychiatrie
Gedächtnisambulanz (Memory Clinic) und türkischsprachige Sprechstunde
Neue Bergstraße 6
13585 Berlin

Telefon: 030 130 13 30 88

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Charité Campus Benjamin Franklin
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Gedächtnissprechstunde
Hindenburgdamm 30
12203 Berlin

Tel.: 030 450 51 76 85
E-Mail: gedaechtnis-cbf(at)charite.de


MVZ Neurologie am Campus Benjamin Franklin
Demenz und Kognitive Störungen
Gedächtnissprechstunde und FTD-Sprechstunde
Hindenburgdamm 30
12203 Berlin

Telefon: 030 450 55 06 06
E-Mail:
demenz-ambulanz(at)charite.de (für die Gedächtnissprechstunde)
ftd(at)charite.de (für die FTD-Sprechstunde)

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Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Gerontopsychiatrische Institutsambulanz
Höhensteig 1
12526 Berlin

Telefon: 030 67 41 – 3222
E-Mail: gia-khh(at)alexianer.de