Die vaskuläre Demenz betrifft rund zehn Prozent der Erkrankten. Die Ursache dieser Demenzform liegt in Durchblutungsstörungen der hirnversorgenden Blutgefäße. Die Durchblutungsstörungen führen dazu, dass Nervenzellen absterben. In seltenen Fällen können sie außerdem viele kleine und oft unbemerkte Hirninfarkte verursachen, die das Gehirn weiter schädigen. Die Medizin spricht in dem Fall von einer Multi-Infarkt-Demenz.
Das Risiko, eine vaskuläre Demenz zu entwickeln, wird durch bestimmte Grunderkrankungen erhöht. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem ein hoher Blutdruck, Diabetes, hohe Blutfettwerte, Arteriosklerose und Übergewicht. Auch Rauchen und Bewegungsmangel wirken sich negativ aus. Werden diese Risikofaktoren rechtzeitig behandelt, kann einer vaskuläre Demenz vorgebeugt werden (siehe Prävention).
Symptome und Verlauf
Die Symptome der vaskulären Demenz ähneln denen von Alzheimer. Allerdings kommt es zunächst nicht zu Gedächtnisstörungen. Anfangs sind eher die Aufmerksamkeit, das Denkvermögen und die Orientierung beeinträchtigt. Betroffene können auch starke Stimmungsschwankungen und Unsicherheiten beim Gehen wahrnehmen.
Im Krankheitsverlauf entwickeln sich die Symptome schrittweise und schwankend. Welche Symptome sich in welcher Stärke zeigen, hängt von den betroffenen Gehirnbereichen und dem Ausmaß der Gewebeschädigung ab.
Behandlung
Die Behandlung der vaskulären Demenz hat zum Ziel, die Risikofaktoren zu minimieren, so dass weitere Gefäßschädigungen verhindert werden.