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Lecanemab


Wirkstoff zur Behandlung von frühen Alzheimer-Demenzen und leichten kognitiven Beeinträchtigungen, die nachweislich auf Amyloid-Ablagerungen im Gehirn zurückgehen. Lecanemab wird per Infusion verabreicht, gelangt über die Blutbahn ins Gehirn und soll dort dazu beitragen, dass Amyloid abgebaut wird. Der Wirkstoff kann auf diese Weise den Krankheitsverlauf verlangsamen, den Abbau der kognitiven Fähigkeiten verzögern und – bei gelingender Therapie – dazu beitragen, dass die Menschen ihren Alltag länger meistern können. Lecanemab ist in Deutschland seit 2025 zugelassen. Um das Wirkprinzip besser zu verstehen, bedarf es weiterer Forschung. Mehr Informationen zum Wirkstoff finden sich auf der Webseite des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen.

Leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB)


Auch leichte kognitive Störung genannt. Eine LKB ist eine leichte, aber messbare Verschlechterung der geistigen Fähigkeiten ohne einen Verlust der Alltagsfunktionen. Das bedeutet: Menschen mit LKB sind in ihrem Alltag nicht ernst beeinträchtigt und können weiterhin ein selbstständiges Leben führen. Beeinträchtigt sind vor allem die Konzentration und das Denkvermögen, Gedächtnisstörungen sind seltener. Häufig ändert sich auch das Verhalten – mit Symptomen wie depressive Verstimmungen, Stimmungsschwankungen oder Angst. Eine LKB ist ein wichtiges Warnsignal oder mögliches Risiko für Demenzerkrankungen: Die Hälfte der Betroffenen entwickelt innerhalb von fünf Jahren eine Demenz. Der Abbau der Nervenzellen im Gehirn beginnt viele Jahre, bevor die ersten Symptome auftreten. Eine frühe ärztliche Untersuchung der Symptome ist sinnvoll. Falls Faktoren wie Vitaminmangel, Schilddrüsenerkrankungen oder Depressionen die LKB auslösen, können diese rechtzeitig behandelt werden (siehe Sekundäre Demenzen). Mehr Informationen siehe Infoblatt „Leichte neurokognitive Störungen“ von Alzheimer Schweiz.

Leqembi


Handelsname für den Wirkstoff „Lecanemab“.

Liquor


Flüssigkeit in Gehirn und Rückenmark, die durch das zentrale Nervensystem fließt und auch als Nervenwasser oder Gehirnwasser bezeichnet wird. Der Liquor wird im Gehirn ständig neu gebildet und abgebaut. Er schützt unter anderem das Gehirn vor Erschütterungen, Schlägen oder Stößen, transportiert Immunzellen und versorgt Nervenzellen mit Nährstoffen.

Liquorpunktion


Medizinisches Verfahren, bei dem eine kleine Menge Nervenwasser (Liquor) im Bereich der Lendenwirbelsäule entnommen wird. Bei Verdacht auf eine Alzheimer-Demenz können durch eine Liquorpunktion die sogenannten Neurodegenerationsmarker bestimmt werden – wie beispielsweise das Eiweiß Amyloid, das sich bei Alzheimer-Demenz zwischen den Nervenzellen ablagert. Auch sogenannte FTD-Marker zum Feststellen einer Frontotemporalen Demenz sind im Nervenwasser eindeutig zu erkennen.

Lobär


Lobär bedeutet, dass ein Organlappen betroffen ist – wie zum Beispiel der Frontallappen und der Temporallappen im Gehirn bei der Frontotemporalen Lobärddegeneration (siehe Frontotemporale Demenz).

Lobärdegeneration


Abbau von Zellen in einem Organlappen.

Logopädie


Nicht-medikamentöse Therapieform für die Behandlung von Störungen der Sprache, des Sprechens, der Stimme, des Hörens und des Schluckens. Eine logopädische Therapie richtet sich unter anderem an Menschen mit Demenz, mit Aphasie oder mit Schluckstörungen – beispielsweise durch ein Schädel-Hirn-Trauma, einen Schlaganfall oder eine Parkinson-Erkrankung.

Logopenisch


Fehlen von Wörtern. Abgeleitet von den griechischen Begriffen „logos“ (Wort, Rede) und „penia“ (Armut, Mangel).

Lumbalpunktion


Anderes Wort für Liquorpunktion.